Die innovativsten Unternehmen der Welt

Ranking:

Von Christina Kestel
16. August 2011

"Innovatoren müssen konsequent anders handeln, um anders denken zu können". In dieser Aussage bündeln sich die Hauptergebnisse der jahrelangen Forschung der Professoren Clayton Christensen, Jeffrey H. Deyer und Hal B. Gregersen über die besonderen Fähigkeiten von innovativen Managern. Sie sind ein wichtiger Erfolgsfaktor, der ein normales Unternehmen von einem kreativen unterscheidet. Wie diese Fähigkeiten aussehen und wie man sie erlernen kann, haben Harvard-Business-School-Professor Christensen, Dyer (Brigham Young University) und Gregersen (INSEAD) bereits in einem Beitrag vom Februar 2010 im Harvard Business Manager beschrieben. Jetzt hat das Autoren-Trio für das US-Magazin Forbes diejenigen Unternehmen identifiziert, die heute und in Zukunft für besonders innovativ gehalten werden.

Sieger ist das US-Internet-Unternehmen Salesforce.com, das Vertriebs- und Kundenmanagement-Lösungen in einer virtuellen Cloud anbietet. Mit unter den Top Ten ist natürlich auch Apple, das seine innovative Firmenkultur "Think different" stets zur Schau stellt, in diesem Ranking der BWL-Professoren jedoch nur auf Platz fünf landet. Auch Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum gehören zum Kreis der Kreativen. Darunter sind das Schweizer Pharmaunternehmen Alcon (Rang 21) und das ebenfalls in der Schweiz beheimatete Medizintechnikunternehmen Synthes (Rang 41) sowie der Kosmetikkonzern Beiersdorf als einziges deutsches Unternehmen auf Platz 23.

Die Autoren haben für das Ranking eine Methodik verwendet, die sie "Innovation Premium" nennen und sich auf eine Befragung von Investoren stützt, die die Innovationsfähigkeit heute und in der Zukunft einschätzt. Sie stammt aus ihrem Buch "The Innovator's DNA". Nähere Informationen zur Methodik liefert Jeff Dyer, der sie in einem Blog-Beitrag ausführlich beschreibt.

Alle erfolgreichen Unternehmen können einen Innovationscode vorweisen, den Christensen, Dyer und Gregersen 3P nennen und der auf Personen, Prozessen und einer Philosophie beruht. Das bildet ihrer Meinung nach den Rahmen für Innovationen. Die Top-Manager denken anders, ermöglichen anderes Arbeiten in Innovations-Projekt-Teams und verfolgen die Philosophie, dass jeder Einzelne für Innovationen verantwortlich ist.

In der Februar-Ausgabe des Harvard Business Managers beschrieben die drei Professoren wie die Entdeckerqualitäten eines Einzelnen aussehen können. (siehe Kreativität: Die Innovatoren-DNS) Sie identifizierten bestimmte Fähigkeiten, die einen Jeff Bezos (Amazon), Steve Jobs (Apple) oder Marc Benioff (salesforce.com) von herkömmlichen Top-Managern unterscheidet. Das Besondere: es sind keine Eigenschaften, die in den Genen liegen, sondern sie sind erlernbar. Jeder kann demnach bahnbrechende Ideen entwickeln. Er sollte nur folgende Eigenschaften mitbringen oder entwickeln: Verknüpfen, Hinterfragen, Beobachten, Experimentieren und Vernetzen. Mit Hilfe dieser Handlungsmuster ist es möglich bahnbrechende Ideen zu entwickeln.

Lesen Sie dazu auch unsere aktuelle Ausgabe mit dem Schwerpunkt Innovation ( Ausgabe bestellen)

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