Von Eon, BMW und Bayer lernen

Karriereportale:

Von Cornelia Geißler
29. Juni 2010

Der Energieversorger Eon Chart zeigen, das Chemieunternehmen Bayer Chart zeigen und der Autobauer BMW Chart zeigen setzen ihre Websites am professionellsten ein, um qualifizierte Bewerber zu informieren. Das ergab ein Ranking der Human-Resources-Websites aller Firmen im Dax, MDax und SDax, das exklusiv in der Juli-Ausgabe des Harvard Business Managers veröffentlicht wird (Erscheinungstermin: 29. Juni 2010).

Oft ein Suchspiel: Die Qualität der Karriereportale von Unternehmen in Deutschland ist höchst unterschiedlich. Vielfach schrecken sie qualifizierte Bewerber eher ab, als das sie den Nachwuchs einfangen
Maren Amini

Oft ein Suchspiel: Die Qualität der Karriereportale von Unternehmen in Deutschland ist höchst unterschiedlich. Vielfach schrecken sie qualifizierte Bewerber eher ab, als das sie den Nachwuchs einfangen

Die Autoren Thorsten Greiten, Christian Berens und Martin Lange arbeiten für das auf Online-Kommunikation spezialisierte Beratungsunternehmen Netfederation in Köln. Sie untersuchen seit sieben Jahren die Websites börsennotierter Unternehmen auf Stärken und Schwächen. Die Analyse beinhaltet 148 Kriterien, darunter Selbstpräsentation, Aussagekraft der Stellenprofile und Nutzerfreundlichkeit der Online-Bewerbungstools.

Bei Eon stimme die Mischung aus hochwertigen Medienformaten, Nutzerfreundlichkeit und interessanten, verständlichen Themen, so die Autoren. Die Bayer-Seite zeichne sich dadurch aus, dass sie sehr konsequent Informationen für verschiedene Zielgruppen präsentiere, die BMW-Recruiting-Seite falle durch die innovative Inszenierung internationaler Karrieren auf.

Neben diesen exzellenten Karriereportalen stießen die Autoren auch auf eine Reihe von verbesserungswürdigen Websites. Tote Links und Anzeigefehler seien keine Seltenheit, oft landeten User bei ihrer Suche nach Informationen in Sackgassen, oder müssten sich durch unverständliche Informationen quälen.

Wer von den Besten lernen will, muss aus der Sicht der Autoren fünf Punkte berücksichtigen: Die Online-Kommunikation muss einem im Top-Management angesiedelten Verantwortlichen unterstehen (Professionalisierung). Die Kommunikation über die Corporate Website darf nicht länger isoliert in unabhängigen Unternehmenssparten stattfinden (Integration). Die Kommunikationskultur muss sich der stärkeren Vernetzung der Stakeholder-Gruppen annähern (Kulturwandel). Die Themen der Online-Kommunikation sollten von außen kommen (Perspektivwechsel). Unternehmen müssen sich stärker darum bemühen, qualifizierte Mitarbeiter für ihre Social-Media-Aktivitäten aufzubauen (Kompetenzdefinition).

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