Wo bleibt der Kulturwandel?

26. Februar 2009

2. Teil: Weitere Leserkommentare


Kommentar 6:

Krisen hat's immer gegeben. Es bedeutet nicht viel mehr als mangelnder Abstimmung von Organismus zu schnell wechselnder Bedürfnisse vom Kontext. Manche handeln wie immer vorher, andere Leute und Gesellschafte versuchen neue Richtungen, langsamer oder schneller. Welche neue Richtungen werden erfolgreich sein? Im Evolution kommt diese Klugheit immer hinterher. Es gelingt uns immer wieder wunderbar nachher zu erklären, warum Maßnahme X sicher zum Erfolg geführt hat, wie in der volution. Vorher wissen Tausende Leute sicher, dass ihre eigene Richtung die Einzige ist, die zum Erfolg leitet, obwohl sie sehr verschieden sind. Macht nichts, wir werden sehen wer erfolgreich ist, durch Zufall meistens.

R. Westerhof


Kommentar 5:

Eigentlich wollte ich in einem anderen Teil des Spiegel-online bloggen, aber dieser Blog ist im Cyberspace verschwunden! Zufall!? Er war sehr verzweifelt kritisch und intelligent!

Sie sind sicher ein netter Kerl, haben aber einen Fehler, Sie haben keine Ahnung! Der kulturelle, tiefe "Canyon" ist nicht Dekadenz, sondern Dummheit und Anmaßung der Mittelmäßigkeit, zum Beispiel der Bürokratie, die insbesondere sehr stolz auf ihre Dämlichkeit ist, meistens! Diese Konstellation wird von faulen, intelligenten Mächtigen so lange geschürt, bis die Blase platzt, wo diese dann wieder die Oberhand behalten, in aller Regel. Wir haben kein Problem der Kultur oder Intelligenz oder der Wirtschaft, sondern ein Problem der Macht!!! Was die neukolonialistische Versklavung mit der angewandten Kunst der extrapotentiellen Geldschöpfung zu tun hat, müssen sie lösen! Aber sicher nichts mit dem "Grand Canyon". Nur soviel, dass die Diktatoren, die bisher die Weltgeschichte bewegten, nicht begreifen wollen, weil ihnen die Konsequenzen egal sind! Dass die Kreativität und die Intelligenz eines jeden Einzelnen dieser Erde kumulativ für das Überleben der Menschheit und ihrerselbst so wichtig w erden würde, auch der Opositionellen. Wozu teilen, wenn es im Hyper-Egoismus und der Schizophrenie so toll geklappt hat!? Ausbeuten, ist geil! Macht auch!?

Was wir erleben ist der Anfang des Endes. Nach dieser Krise wird kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. Unter den Maßstäben unserer eigenen technischen Errungenschaften werden wir alle auch politisch mehr Qualität einbringen müssen, zum Beispiel menschliche Qualität. Die Qualitative Demokratie.

K.P. Erichsen ( Globalvoter.org)


Michael Hengl zu Kommentar 5:

Sie können es gerne nennen wie sie wollen. Meiner Erfahrung entspricht es nicht. Ich habe in den letzten 47 Jahren keine dummen und machtgierigen Hyper-Egoisten kennengelernt. Nur Menschen, die in ihrem geistigen Gefängnis leben (Canyon), welches sie nicht einmal wahrnehmen oder nicht mehr hinterfragen können. Who would you be without your stories? Who would they be without their story?


Kommentar 4:

Michael Hengl bringt eine - gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation - höchst aktuelle Thematik auf den Punkt.

Ergänzen möchte ich, daß neben der "kulturellen" Bindung an (bisher) Bewährtes den Entscheidern in Unternehmen häufig vollkommen unklar ist, ob/wie sich Änderungen im Umfeld auf den Erfolg des eigenen Unternehmens auswirken werden.

Hier gilt es häufig zunächst Orientierung und Transparenz zu schaffen, das eigene Geschäftsmodell unter Stress zu testen und damit Prioritäten zu ermitteln. Nur auf Grundlage von echter Transparenz (die auch offen innerhalb des Unternehmens kommuniziert wird!) hat ein Unternehmen überhaupt eine Chance eingefahrene Gleise zu verlassen.

W. Ruß


Michael Hengl zu Kommentar 4:

Herzlichen Dank für das Teilen der Perspektive - die Transparenz ist meiner Meinung nach der zentral Schlüssel zum Wandel. Je mehr Unternehmen, politische Strukturen oder Gesellschaften gläsern werden desto interessanter wird es. System unter Belastung testen - einfach super!


Kommentar 3:

Jetzt setzt Change/Wandel der Kultur schonungslose Analyse unter praktischer Zuhilfenahme von "Negation der Negation; Kampf und Einheit der Gegensätze sowie Umschlag von Quantitäten in neue Qualität" voraus. Dies gilt für den gesellschaftlichen Überbau wie für die beiden Abteilungen der gesellschaftlichen Produktion. Das diesmal größte Desaster ist wiederholt dem Überbau - seinen Banken u.a.ä. Einrichtungen - zuzuschreiben, weil derselbe in seiner Perversität, Geldgier, unbeschreiblichem Moralverfall etc. nicht nur ein Land, sondern globales Elend seit cirka zehn Jahren programmatisch aktiviert, wissentlich zugelassen und zur perversen Höchstform gebracht hat.

Einer jetzt raschen Analyse muss die schonungslose de-jure-Konsequenz für die Gier-Banker und Bankrotteure folgen. Aber nicht nach entarteter Zumwinkel-Art. Dann sofort neue Spielregeln und "Control-Mechanics", damit diesen Outsidern der gesellschaftliche Rahmen und Platz eineindeutig und nachhaltig zugeordnet ist. Wir haben in Germany eine wertvolle Bevölkerung, ein solides Grundgesetz und auch fernerhin darstellbare Gesetze. Rückbesinnung auf alte stabile Werte, Normen und Denkhaltungen in Verbindung mit den globalen Anforderungen - nur ohne Betrug, Manipulation und finanzielle Kartenhäuser. Und dazu eine Justiz, welche ohne Ansehen der Person und Verdienste gleichgerecht und wachsam handelt. Wenn wir diese " Schularbeiten" gründlich erledigen, dann wird m.E. dieses von Bush & Co., von Greenspan und Paulson, HRE-Vorstand u.a. Verbrechern herbeigeführte Desaster in Wirtschaft, Überbau und in der Finanzwelt vielleicht für noch längere Zeit als nur 80 Jáhre beseitigt sein !

Aber es ist zu hinterfragen, wieso all die Institute für Wirtschaft und Gesellschaft, die Lehrstühle für Operations Research oder Boston Group incl. McKinsey u.a. so eklatant versagt haben? Wollten diese und durften nicht? All diese bilden mit den Überbau !

W. Häckel


Michael Hengl zu Kommentar 3:

Gerade ihr letzter Absatz hat uns auch seit Jahren beschäftigt. Meiner Meinung nach liegt es vor allem auch an der Expertengläubigkeit. Nicht nur an den Experten selbst. Dazu kommt noch, dass die Fachexperten oft ein sehr mechanistisches Weltbild haben und eine hohe diagnostische Kompetenz. Die Systemischen - bzw. Prozessberatungen haben hingegen oft eine hohe therapeutische Kompetenz. In der Medizin hätte die Trennung von Diagnose und Therapie fatale Folgen für die Patienten. In der Wirtschaft hat es das sicherlich auch. Die strukturelle und kulturelle Unvereinbarkeit von fachlichen und systemischen Ansätzen verstärkt die Lücke. An Lösungen wird intensiv allerorts gearbeitet. Wir nennen unseren Ansatz integrale Beratung. Dieser wirkt komplementär, ganzheitlich. Leider sind diese Versuche in der Beratungsbranche noch zu selten.


Kommentar 2:

Selten habe ich einen solchen Quatsch gelesen: Der Grand Canon ist das Ergebnis eines offenen Systems 1. Ordnung. Kultur ist das Ergebnis Kybernetik 3. Ordnung.

Was soll der Leser daraus lernen? Fällt den 'Mechanisten' nicht mehr ein? Dann sagt das und verschwindet!

W. Schwalm


Kommentar 1:

Fast möchte ich sagen "Ich erbarme mich mal". Deshalb fasse ich mich kurz. Chance: Herr Hengl, ich kann Ihnen sagen,dass es Menschen gibt, die fähig zur Kritik sind, die fähig zur Selbstkritik sind, und somit fähig zur Korrektur. Krise: Herr Hengl, nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber Ihr Artikel ist so dermaßen nichtssagend, dass es nicht wundert, dass in der Überschrift mehr oder weniger dekadent, nach dem 'Kulturwandel' Ausschau gehalten wird. Tja - wo ist er nur ? Siehe Chance.

Dela


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